Die verschiedenen Wasserbett-Systeme

Was gibt es für Unterschiede bei den Wasserbetten?


Softside und Hardside Wasserbetten

Hardside- Wasserbetten

Das Hardside gilt heute als veraltet. Hardsider waren die erste Generation von Wasserbetten.
Das Hardside-System kann nur in ein dafür vorgesehenes Bettgestell eingebaut werden. Im Gegensatz zum Softside, wo der Schaumrahmen die Matratzen hält, muss beim Hardside das Bettgestell die Matratzen in Form halten. Die Softside-System haben die Hardsider in den letzten Jahren verdrängt. Was aber nicht an mangelnder Qualität oder Komfort liegt, sondern an den praktischen Vorteilen des Softside-Systems.
Im Hardside-Wasserbett liegt die Wassermatratze in einem festen Rahmen, womit das ein und aussteigen nicht mehr ganz so praktisch ist, was für ältere und kranke Menschen beschwerlich sein kann. Außerdem benötigt man bei einem Hardside-System eine zusätzliche Sicherheitsfolie, die Wanne und Bodenplatte schützt, falls einmal Wasser austreten sollte. Das Einbauen in ein herkömmliches Bettgestell ist meist nicht möglich.

Softside-Wasserbetten

Das Softside-Schlafsystem ist die zurzeit gebräuchlichste Variante. Hier besteht der äußere Rahmen in der Regel aus Schaumstoff, der dem ganzen System Stabilität verleiht. Softside Wasserbetten kommen deshalb ohne den schweren äußeren Rahmen aus, den die Hardside-Systeme standardmäßig haben.
Bei guten Wasserbetten ist der Schaumrahmen zweigeteilt. Der untere Teil des Rahmens wird auf der Bodenplatte befestigt. Der obere Teil kann sich so mit der Wassermatratze bewegen. Der zweigeteilte Rahmen eignet sich hervorragend zum Einbau in vorhandene Bestgestelle.Ein Softside-Wasserbett kann auch ohne Bettrahmen frei in den Raum gestellt werden.
Der praktische Vorteil eines Softsiders zum Hardsider ist, das das Ein-und Aussteigen aus einem Wasserbett sehr einfach und bequem ist, da der Schaumstoffrahmen genauso nachgibt wie die Matratze.

Der Wasserkern

Der Wasserkern entscheidet über die Qualität eines Wasserbettes. Er besteht aus stabilem Vinyl, wobei dünneres Vinyl (< 0,45 mm) anfälliger gegen Körperausdünstungen und Staub ist, und zu dickes Vinyl (> 0,6 mm) den Nachteil hat, dass es mit der Zeit zu steif werden kann. Beides kann die Herausbildung von Bruchstellen fördern was die Lebensdauer der Wasserkerne beeinträchtigen kann. Das Vinyl wird durch Schweißen in seine Form gebracht und die Wasserbetten auch durch Schweißnähte geschlossen. Folgende Faustregel gilt hier: je weniger Schweißnähte ein Wasserkern hat, umso weniger Bruchstellen können auftreten, desto höher die Qualität des Wasserkerns.

Man unterscheidet bei den Wasserkernen zwischen Schlauchsystemen und Gesamtausfüllenden Systemen. Die Schlauchsysteme sind aber kaum erwähnenswert, weil die Anforderungen die man an ein Wasserbett stellt nicht ausreichend erfüllt werden, da das Wasser in den Schlauchsystemen nur in eine Richtung entweichen kann. Dies ist bei den gängigeren Gesamtausfüllenden Systemen nicht der Fall.
Für die Qualität und den Liegekomfort ist auch die Füllmenge und Füll-Höhe einer Wassermatratze entscheidend. Bei einer Füll-Höhe von 20cm ist der gewünschte Auftrieb im Wasserbett gesichert.

Nutzen Sie das Wasserbett allein oder zu zweit?

Diese Frage müssen Sie sich stellen, wenn Sie ein Mono (Single) oder Dualsystem (für Paare) wählen. Beim Monosystem ist eine durchgehende Wassermatratze, ohne Unterteilung im Wasserbett. Somit auch alle Auswahloptionen, wie Beheizung und Beruhigungsstufen. Auch bei Paaren ist ein Monosystem empfehlenswert, wenn Sie die größtmögliche Wassermenge genießen wollen, Sie meistens zusammengekuschelt schlafen, Sie kreuz und quer schlafen, der Gewichtsunterschied zwischen den Partnern unter 20kg liegt oder Sie die Bewegungen Ihres Partners spüren möchten.
Das Dualsystem in ein Wasserbett, mit zwei durch einen Thermotrenner getrennten Wassermatratzen. Der Thermotrenner verhindert Kondenswasserbildung bei unterschiedlichen Temperatureinstellungen bzw. beeinflusst nicht die jeweilig eingestellte Temperatur der anderen Matratze. Das Dualsystem ist empfehlenswert, wenn der Gewichtsunterschied zum Partner mehr als 20kg beträgt, wenn Sie die Temperatur unterschiedlich einstellen wollen oder wenn Sie die Bewegungen Ihres Partners nicht bemerken möchten.

Die verschiedenen Beruhigungsstufen der wasserbettmatratzen?

Welche Beruhigungsstufe sie auswählen, ist nun die nächste Frage, die Sie sich stellen müssen. Sie können sich Ihr Wasserbett nach Ihren persönlichen Vorlieben ausrüsten lassen. Der Grad und die Dauer der möglichen Beruhigung lassen sich nach Ihren Vorgaben einstellen. Die positiven ergonomischen Eigenschaften - Druckentlastung, Stützung und Wärmeverhalten - werden dadurch kaum beeinflusst.

Hier eine Orientierungshilfe:
Je höher die Beruhigung in Prozent, umso weniger Nachschwingzeit:
- F0 - keine Beruhigung
- F1 - 50 % Beruhigung
- F2 - 60 % Beruhigung
- F3 - 80 % Beruhigung, ca. 3-5 sek. Nachschwingzeit
- F4 - 90 % Beruhigung, ca. 2-4 sek. Nachschwingzeit
- F5 - 99,5 % Beruhigung, ca. 1-2 sek. Nachschwingzeit



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